Ellerstina knapper Sieg gegen La Aguada

Ellerstina Piaget  Poloteam auf dem Spielfeld

Ellerstina Piaget (14) vs. La Aguada (13)

Im Feature Match des Tages hatte Ellerstina Piaget schwer zu kämpfen, um La Aguada im 1. Feld den Sieg abzuringen. Das Open Door basierte Viererteam, das mitten in der Saison gezwungen war, den wegen eines Schlüsselbeinbruchs beim Hurlingham Open ausgefallenen Nacho Novillo Astrada durch Nachi du Plessis zu ersetzen, ging mit großem Können und viel Entschlossenheit sowie mit einem höheren Handicap als auf dem Scoreboard angezeigt (31) an den Start, um Ellerstina Piaget wirklich alles abzuverlangen. Die Titelverteidiger errangen den 14:13 Sieg erst in der Verlängerung.

Das Match startete eher ruhig, obwohl beide Teams gut spielten und viele Tore erzielten, die vom ersten bis zum dritten Chukka dreimal hintereinander für Gleichstand sorgten.

Erst im vierten, äußerst unterhaltsamen Chukka wurde der Gleichstand gebrochen. Guillermo Terrera erzielte mit einem fantastischen Tor den ersten Vorsprung für La Aguada (4:3), aber Facundo Pieres holte schnell mit einem 40-Yards Freischlag wieder auf (übrigens sein
300. Tor in Palermo). Ein Pass von Miguel Novillo Astrada an Facu Sola endete in einem glanzvollen Neckshot-Tor. Facu Pieres nächster erzielter Punkt, nach einem spektakulären Ritt auf Easy Go, sorgte erneut für Gleichstand (6:6). Aber zur Halbzeit lag La Aguada dann mit 7:6 wieder in Führung.

Die 5. Chukka, in der nur Facu Pieres ein einziges Tor gelang, endete ebenfalls mit einem Gleichstand von 7:7. La Aguadas Dominanz zeigte sich erst in den nächsten beiden Chukkas. Mit Facu Sola und Terre, die alles aus sich herausholten, Miguel als Spielführer und einem großartigen, kraftvollen Nachi du Plessis in der Verteidigung machte La Aguada dem Ellerstina Team das Leben schwer, das vor dem letzten Chukka mit vier Toren im Rückstand lag.

Im verbleibenden Chukka hieß es also „jetzt oder nie“ für die Ellerstina-Player. Sie zogen mit ihren besten Pferden ins Feld, fest entschlossen zu beweisen, dass sie ihre Stellung als Titelhalter verdienen. Sie mussten mindestens vier Tore erzielen - und sie schafften es. Wirbelwind Facundo Pieres trieb Ellerstina an und sorgte darfür, dass es Verlängerung gab. Und da stürmte Mariano Aguerre auf Katrina vor und schoss das entscheidende Tor. Ein hart erkämpfter Sieg für die Titelverteidiger.

Trotz der Niederlage ehrte das Publikum die tolle Leistung von La Aguada mit einem Riesenapplaus und brachte Facundo Pieres ein Geburtstagsständchen. Für Ellerstina war es die Stunde der Wahrheit. Nächste Woche kämpft das Team gegen Alegria um einen Platz im Finale, und bis dahin muss noch einiges zur Verbesserung ihrer Leistung in der Zukunft getan werden.

Die Ellerstina Piaget Ergebnisse im Detail: 1:1, 3:3, 4:4, 6:7, 7:7, 8:10, 9:13, 13:13, 14:13.

Ellerstina Piaget Polo Team Spieler
Ellerstina Piaget Polo Team Spieler kurz vor dem Abschlag

Die Torschützen:

Ellerstina Piaget: Facundo Pieres 10 (6 Freischläge), Mariano Aguerre 2, Nicolás Pieres 2 (bekam die gelbe Karte). Mariano Aguerre: „Wir haben gewonnen, aber es war ein hartes Spiel. Unsere Gegner waren sehr stark. Bis zum letzten Chukka wussten wir nicht, was wir tun sollten. Aber dann erzielte Facundo ein paar sensationelle Tore, so dass wir in die Verlängerung gehen konnten.“

Facundo Pieres: „Wir müssen sehr viel besser werden. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, das Team zu regruppieren, aber wir müssen definitv besser spielen. Wenn wir das Halbfinale gewinnen wollen, müssen wir einfach mehr bringen. Wir sind erst im letzten Chukka aufgewacht ... Das war das einzig Gute, was wir im ganzen Spiel gebracht haben.“

Gonzalo Pieres Jr.: „Wir hatten eigentlich schon verloren, aber dass wir im letzten Chukka eine Verlängerung herausholen konnten, war unglaublich. Wir müssen viel besser planen, uns besser konzentrieren. Das hat uns echt Angst gemacht heute. Egal, wir sind im Halbfinale und können nur auf uns zählen. Hätten wir heute verloren, wären wir gezwungen gewesen, mit vielen Toren Vorsprung zu gewinnen - und das ist superschwierig.“

Nicolás Pieres: „Wir haben zwar gewonnen, aber furchtbar schlecht gespielt. Ehrlich gesagt, war das sicherlich unser schlimmstes Match der Saison. Zum Glück konnten wir im letzten Chukka vier Tore schießen und haben so gewonnen. Die anderen siebeneinhalb Chukkas haben wir superschlecht gespielt, nur im letzten waren wir gut. ” Pablo Erbin (Trainer): „Wir haben nicht gut gespielt, aber im letzten Chukka haben wir dann richtig reagiert. Wenn man schlecht spielt, ist es wichtig zu gewinnen. Jetzt geht es darum, uns gut auf das Match von nächster Woche vorzubereiten, weil das schon fast ein Finale ist.”

Facundo Pieres ruht sich vor dem Spiel aus

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